d8ec00dd5eb070dff233e726f57fa5344c113275

Kleindenkmale – ein Stück Kulturgeschichte

Kleindenkmal – was ist das?

Kleindenkmale sind Dokumente des Lebens und Wirtschaftens in unserer Kulturlandschaft. Sie sind von Menschhand aus einem dauerhaften Material mit einer bestimmten Absicht gefertigt.

Kleindenkmale können als klein, ortsfest, freistehend beschrieben werden. Sie dienen einem bestimmten Zweck, erinnern an eine Person, ein Ereignis oder eine Begebenheit und sind Zeugnisse kulturellen Handelns.

Kleindenkmale erinnern an Personen und historische Gegebenheiten und Ereignisse, haben rechtliche Funktionen, sind Zeugnisse von Glauben und Religion, von Wirtschaft, Landwirtschaft und Verkehr, vom Alltagsleben der Menschen – sie sind Lesezeichen in der Landschaft, in bewohnten Gebieten wie in Wald und in der Flur.

Dies ist keine festgeschriebene Definition, wie an den nachfolgenden Beispielen zu sehen ist. Nicht jedes Kleindenkmal erfüllt alle genannten Definitionsmerkmale.

Kleindenkmale haben in der Landschaft überdauert, zuweilen muss ihr Hintergrund erfragt und erforscht werden. Schriftliche Quellen gibt es oft nicht.

Grenzfälle sind z.B. kleine, begehbare Kapellen oder kleine Brücken, wie auch Neidköpfe, Hausmarken, Hauskreuze oder Hausfiguren, die an einer Außenwand von Gebäuden angebracht sind. Ebenso kleine Steinbrüche, Hohlwege, Wasserbauliche Anlagen zur Wiesenwässerung und deren Relikte, die von Wirtschaftsformen zeugen.

Allerdings: Gebäude, Teile von Gebäuden (wie Erker, Dachreiter) zählen ebenso wenig zu den Kleindenkmalen wie archäologische Denkmale.

Jedes Kleindenkmal hat eine Geschichte zu erzählen und ist Teil unserer Kulturlandschaft und ein Stück Heimatgeschichte.